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Bindegewebsmassage

Mit der BGM können Verklebungen der Unterhaut gelöst werden und über Reflexwege Einfluss auf vegetative Regulationsmechanismen genommen werden. Bindegewebsmassagen können bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, der Haut, innerer Organe, Gefäßerkrankungen (Migräne), neurologischen Störungen oder allgemein bei Überbelastung (Stress) angezeigt sein.
Spezielle Grifftechniken üben dabei auf das Bindegewebe eine besondere Art von Reiz aus. Mittels starkem Zug kommt es beim Massierten zu einer starken Rötung im betroffenen Hautareal. Zu Beginn einer Behandlungsserie kann die BGM als recht unangenehm empfunden werden.

Verschiedene Techniken üben unterschiedliche Reizstärken auf die betroffenen Körperregionen aus.
Bei der flächigen Technik wird das Unterhautgewebe mit Daumen und Fingerkuppen oberflächlich verschoben. Bei der Hauttechnik wird mit den Fingerkuppen nur die Oberhaut verschoben. Diese Technik eignet sich für die Massage von Kindern.
Bei der Unterhauttechnik wird mit stärkerem Zug als bei der Hauttechnik gearbeitet. Eine noch größere Zugreizung wird bei der Faszientechnik eingesetzt. Dabei wird das Bindegewebe zwischen den Muskelteilen und den Muskeln selbst mit den Fingerkuppen bearbeitet.
Während der Behandlung sollte ein helles, klares Schneidegefühl im behandelten Gewebe auftreten. Bei Patienten mit schwachem Bindegewebe können nach der ersten Behandlung blaue Flecken auftreten, die nicht schmerzhaft sind.
Die Behandlung muss abgebrochen werden, wenn Berührungsschmerz, unangenehme Druckgefühle, oder Fehlreaktionen (Übelkeit, Engegefühl), auftreten. Nach der Behandlung kann sich für ein bis zwei Stunden extreme Müdigkeit einstellen. Die Wirkung der Bindegewebsmassage kann durch die Vorbereitung mit einer heißen Rolle intensiviert werden.
Fußreflexzonenmassage

Die Fußsohlenreflextherapie wurde gemeinsam von der amerikanischen Masseurin Ingham und dem Arzt Fitzgerald entwickelt. Die Reflexzonenmassage am Fuß ist leicht zu erlernen und wird vor allem von Naturheilkundlern, Homöopathen, Physiotherapeuten und Masseuren favorisiert. In wissenschaftlichen Studien konnte die Wirksamkeit bis jetzt nur vereinzelt belegt werden.
Grundlage für die Fußreflexzonenmassage ist die Annahme, dass alle Organe des Körpers in bestimmten Regionen der Fußsohle "abgebildet" sind. Durch eine Druckmassage der entsprechenden Areale sollen die verschiedensten Krankheitsbilder beeinflusst werden.
Fitzgerald hat einen eigenen Körperzonenraster entwickelt, der davon ausgeht, dass Organe, Gewebe oder Gelenke von einem von zehn Längskörperzonen durchzogen wird. So findet sich nach diesem Modell zum Beispiel die Wirbelsäule am Längsgewölbe der Füße abgebildet, das Schultergelenk am Grundgelenk des kleinen Zehs oder das Stammhirn am vorderen Ende des großen Zehs. Zwei- bis dreimal wöchentlich werden die entsprechenden Areale für jeweils 20 bis 25 Minuten massiert. Je nach Krankheitsbild entweder mit anregender oder beruhigender Grifftechnik. Die Fußreflexzonenmassage soll die psychische Verfassung verbessern, einen gesunden Schlaf bringen und die Verdauung fördern oder die unterschiedlichsten Krankheitssymptome (Kopfschmerzen, Gelenkschmerzen, und so weiter) zum Abklingen bringen.

Klassische Massage
Zusammenfassung:


Die klassische Massage ist seit dem Altertum gebräuchlich, es gibt fünf klassische Grifftechniken. Die klassische Massage kann alleine oder in Kombination mit anderen Behandlungsformen der Physikalischen Medizin angewandt werden. Unterschieden werden kann zwischen Ganzkörper- und Teilmassagen. Dazu gehören Rückenmassage, Schulter- und Nackenmassage, Armmassage, Beinmassage, Beckenmassage, Bauchmassage, Brustkorbmassage, Hand- und Fußmassage, Gesichts- und Kopfmassage.

  • WOFÜR KLASSISCHE MASSAGE EMPFOHLEN IST
  • WANN KLASSISCHE MASSAGE NICHT ANGEWANDT WERDEN SOLL
  • ANWENDUNG
  • KLASSISCHE GRIFFTECHNIKEN


Wofür klassische Massage empfohlen ist


Das primäre Anwendungsgebiet der klassischen Massage sind Symptome, die durch den Muskel-Sehnenapparat hervorgerufen wurden. Da die Griffe über die Haut ausgeführt werden, kommt es auch zu einer reflektorischen Beeinflussung durch Reizung der entsprechenden Hautzonen. Natürlich können auch Muskel- oder Sehnenansätze am Knochen oder Bandstrukturen mittels entsprechender Techniken der klassischen Massage behandelt werden.

Angewandt werden kann die Massage bei

  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, Wirbelsäulen-Syndromen, Arthrosen und rheumatischen Erkrankungen, sowie nach Verletzungen/Operationen. In der Akutphase ist aber Vorsicht angebracht.Da diese Erkrankungen häufig mit Schmerzen und Verspannungen der Muskulatur einhergehen, ist die klassische Massage eine ausgezeichnete Therapieoption, um schmerzen zu lindern und die Muskulatur zu entspannen. Diese jahrzehntelangen Erfahrungen werden in letzter Zeit auch von wissenschaftlichen Studien bestätigt. 
  • Muskelverspannungen und Muskelkater nach körperlicher Belastung. Neue Forschungen bescheinigen hier der klassischen Massage gute Erfolge.
  • Erkrankungen der inneren Organe, wie Atemwegserkrankungen; Gefäßerkrankungen (zum Beispiel bei Durchblutungsstörungen, Arteriosklerose); Erkrankungen der Verdauungsorgane, zum Beispiel Verstopfung, funktionellen Leber-Galle-Störungen; klimakterischen Beschwerden (Wechseljahre) oder Menstruationsbeschwerden, die sich auch in schmerzhaften Verspannungen der Skelettmuskulatur manifestieren können. Hier kann Massage bestenfalls eine Zusatztherapie darstellen.
  • neurologischen Störungen, wie Lähmungen, Krämpfen, Neuralgien oder Sensibilitätsstörungen.
  • generalisierten Schmerzzuständen: Einerseits sprechen chronische Schmerzzustände wie zum Beispiel bei Fibromyalgie gut auf Massage an. Aber auch bei Tumorerkrankungen kann Massage wowohl in der Schmerztherapie als auch zur Steigerung des Wohlbefindens eingesetzt werden, wie eine Reihe von Forschungen der letzten Jahre zeigen. Natürlich müssen diese Indikationen sorgfältig von Onkologen und physikalischen Medizinern beurteilt werden. 

Bei allgemeinen Überlastungszeichen, wie Stress, psychischen Störungen (Depressionen); psychosomatischen Störungen, wie zum Beispiel funktionellem Bluthochdruck und funktionellen Herzunregelmäßigkeiten; Körperwahrnehmungsstörungen.'

Wann klassische Massage nicht angewandt werden soll

  • Bei lokalen Entzündungen von Haut, Unterhaut und Muskulatur.
  • Über Tumoren.
  • Bei fieberhaften Erkrankungen, da eine weitere Temperaturerhöhung möglich ist.
  • Bei Blutungsneigung soll kein fester Druck durch Griffe ausgeübt werden.
  • Bei Kreislaufdekompensation und schlechtem Allgemeinzustand, bei frischem Herzinfarkt (eine Überbelastung des Herzens durch


Volumenmobilisierung ist möglich). Bei akuten Verletzungen und Knochenbrüchen.
Anwendung

In einem entsprechend geheizten und belüfteten Raum wird der zu behandelnde Körperteil freigemacht und entspannt gelagert. Überwiegend werden Teilmassagen durchgeführt. Das kann sowohl im Sitzen als auch im Liegen erfolgen. Ganzkörpermassagen sind nur selten angezeigt. Eine Wärmebehandlung vor der Massage ist nur bei Unterkühlung wichtig; generell ist eine Thermotherapie nach der Massage zu empfehlen. Meist wird vom Masseur als Gleitmittel bei trockener, spröder oder stark behaarter Haut Talkum oder Öl - eventuell mit Zusätzen - verwendet. Als Dosierungsfaustregel für die klassische Massage gilt: So stark wie nötig, um den gewünschten Behandlungserfolg zu erzielen, so schwach wie möglich, um Unverträglichkeitsreaktionen zu vermeiden. Ein gewisser "Wohlschmerz" ist nicht immer zu vermeiden. Auf jeden Fall ist nicht der Kraftaufwand, sondern die richtige Durchführung für den Erfolg einer Massagebehandlung entscheidend. Nach der Massage sollte eine Ruhepause eingehalten werden.

Klassische Grifftechniken

Angewandt werden folgende Grifftechniken

  • Streichen (Effleurage): Diese Form der Massage stellt eine großflächige Anwendungsform dar und regt den Rückstrom des venösen Blutes und der Lymphflüssigkeit an. Streichungen werden mit beiden Händen durchgeführt, wobei zwischen zwei Arten unterschieden wird.Bei parallelen Streichungen werden die Hände im Wechsel gegeneinander verschoben und über die Haut geführt. Bei Drückungen werden die Hände nebeneinander aufgelegt und üben dabei einen Druck auf das Gewebe aus. Streichungen dienen zur Gewöhnung vor der Massagetherapie, entspannen das Nerven-Muskelsystem und verbessern die Eigenmotorik des Lymphgefäßsystems und die Körperwahrnehmung.
  • Kneten und Walken (Petrissage): Als Knetungen werden S-förmige Knetbewegungen einer Muskelgruppe von distalen (körperferneren) nach proximalen (körpernäheren) Körperregionen bezeichnet. Die einzelnen Muskelgruppen werden mit Daumen und Fingerkuppen umfasst und im Wechsel der Hände durchbewegt. Knetungen lösen Haut und Muskelverspannungen, verbessern die periphere Durchblutung, fördern den Abtransport von Stoffwechselprodukten und tonisieren oder entspannen die Muskulatur; je nach Durchführung und Intensität der Griffe. Wichtig bei Knetungen ist, dass der Muskel als ganzer gefasst wird, ansonsten würde nur über die Haut gerutscht werden.
  • Klopfen (Tapotement): Beim Klopfen werden Muskel und Muskelgruppen mit der Außenseite des kleinen Fingers (Ulnarseite) mit relativ hoher Frequenz beklopft. Unterschieden wird zwischen hartem und weichem Klopfen. Das weiche Klopfen hat eine muskelentspannende Wirkung, das harte Klopfen wirkt anregend und kommt eher in der Sportmassage zum Einsatz. Im Gesicht werden Klopfungen mit den Fingerkuppen durchgeführt.
  • Reiben (Friktion): Friktioniert wird in kleinen Kreisen mit relativ kräftigem, an- und abschwellendem Druck, wodurch ein deutlicher Reiz gesetzt wird. Die Friktion ist in erster Linie eine Muskelbehandlung. Sie kann das Gewebe durch Mehrfachdurchblutung erwärmen und Gewebsverklebungen lösen.
  • Erschüttern (Vibration): Erschütterungen werden mit den Fingerkuppen oder der Handfläche durchgeführt. Schnelle und feine Handbewegungen, meist auf bestimmten Triggerpunkten der Muskulatur, sollen eine nachhaltig psychisch und physisch wirkende Entspannung auslösen. Im Bauchraum kann sie Magen- und Darmkrämpfe lösen helfen. Die Vibrationstechnik gilt als schwer erlernbar. Schüttelungen bei gleichzeitigem Zug lockern und entspannen die Muskulatur einer Extremität, und versetzen sie in gleichmäßige Schwingungen.


Die Stärke der Griffe und der Druck, der durch die Hand des Masseurs auf die Haut und die darunterliegenden Körperstrukturen ausgeübt wird, muss dabei immer der Erkrankung, dem Alter und der Disposition des Patienten angepasst werden.


Manipulativmassage nach Terrier
Bei der vom Schweizer Facharzt für physikalische Medizin J. C. Terrier entwickelten Behandlungsmethode werden veränderte Gewebe in Gelenknähe wie Muskeln, Sehnen, Bänder und Sehnenansätze gleichzeitig durch Zug passiv mobilisiert und mit kleinflächigen Griffen massiert.

Der Wirkmechanismus der Terriermethode beruht darauf, dass in der Umgebung von krankhaften und degenerativ veränderten Gelenken Veränderungen in Muskeln und Sehnen getastet werden können. Diese können auf krankhaft veränderte Spannungsunterschiede im Gewebe zurückgeführt werden. Ziel der Behandlung ist es, nun diese Ungleichheiten auszugleichen und damit den Krankheitsprozess zu unterbrechen. Dabei sollen durch Zug und Massage Schmerzen gedämpft und die Rezeptoren, die für die Tiefensensibilität (Propriorezeptoren) verantwortlich sind, stimuliert werden.

Angewandt werden kann die Manipulativmassage

  • bei funktionellen Bewegungseinschränkungen auf Grund von Sehnen-Muskel-Spannungsstörungen
  • bei Muskelhartspann, Arthrosen, Weichteilrheumatismus, Wirbelsäulenarthrose
  • zur Nachbehandlung von Verletzungen oder nach Operationen am Bewegungsapparat.

Nicht empfohlen ist die Manipulativmassage bei den allgemeinen Gegenanzeigen der Massagetherapie.
Durchführung der Manipulativmassage Untersuchung, Massage und Mobilisation bilden eine Einheit. Der zu mobilisierende Körperteil wird sicher und breitflächig (eventuell mit Unterstützung eines Gurtes) gefasst und kann auch am Körper des Therapeuten noch einmal fixiert werden.
Die derart "geschiente" Extremität wird nun im gleichmäßigen Rhythmus mit einer Hand mobilisiert (ein Zug ausgeübt) und mit der anderen Hand massiert.

Die massierende Hand bleibt dabei mit angepasstem Druck auf der zu behandelnden Körperstelle liegen. Die Behandlung erzeugt sowohl einen Dehnungs- als auch Massagereiz. Die Behandlungszeit liegt bei zehn Minuten pro Region.
Zur Unterstützung der Manipulativmassage können auch einzelne Grifftechniken aus der normalen Massage integriert, die Behandlung mit Wärmetherapie, Elektrotherapie oder Bewegungstherapie kombiniert werden.

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ist eine Interessengemeinschaft in Ostwestfalen-Lippe

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