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Die Atemtherapie

Die Atemtherapie dient dazu, Atemnot durch die Mobilisierung des Brustkorbes zu verringern und gleichzeitig die Vitalkapazität zu verbessern. Lösung und Transport von Sekret sollen angeregt werden, die Atemarbeit soll durch die Lockerung von Haut, Bindegewebe und Muskulatur des Rumpfes erleichtert werden.

Angewandt werden kann die Atemtherapie
vorbeugend, sowie vor und nach Operationen zur Verbesserung der Lungenfunktion
therapeutisch bei obstruktiven und restriktiven Lungenerkrankungen, psychophysischen Störungen und Wirbelsäulenerkrankungen, wie

Skoliosen oder Morbus Bechterew.

  • Atmungserleichternde (Bewegungs-)Übungen
  • Für die unterschiedlichen Krankheiten sind von der physikalischen Medizin komplexe Atemtherapien entwickelt worden. Die hier angeführten Übungen dienen bloß der Illustration und sollten gemeinsam mit erfahrenen Therapeuten und abgestimmt auf die individuellen Beschwerden erlernt werden. Bei den Atemübungen soll darauf geachtet werden, dass es nicht zu einer Hyperventilation kommt. Dabei wird vermehrt Kohlendioxid eingeatmet, was nach anfänglichem Kribbeln oder Taubheitsgefühl an Händen, Füßen und in der Mundregion zu Verkrampfungen der Atemmuskulatur führen kann. Bei Verdacht auf Hyperventilation sollen die atemtherapeutischen Übungen unterbrochen werden. Hände vor Mund und Nase nehmen und die ausgeatmete Luft wieder einatmen, hilft die Hyperventilation wieder zu beenden.

 

  • Verbesserung der Einatmung: Schnüffelnd und sehr langsam durch die Nase einatmen, dabei ein Nasenloch zuhalten. Unter der Vorstellung eines guten Duftes tief und langsam einatmen. Die Atembewegungen mit der auf dem Brustkorb oder Bauch liegenden Hand wahrnehmen, oder eine aufgenommene Hautfalte am Bauch wegzuatmen versuchen.
  • Verbesserung der Ausatmung: Der Sekrettransport mundwärts kann gefördert werden, indem eine gedachte Kerzenflamme durch Anblasen zum Flackern oder ein vorgehaltenes Tuch zum Flattern gebracht wird. Indem mit der Ausatemluft Zahlen, Namen oder Figuren in den Raum geschrieben werden, kann ein maximales Ausatmen unterstützt werden. Mit der Lippenbremse kann die subjektive Atemnot verringert werden: Passiv ausatmen durch den gespitzten Mund verbessert die Blutgase.
  • Mondsichellage: Am Rücken liegend den Oberkörper nach einer Seite hin dehnen, Arm und Beine in dieselbe Richtung strecken. Der Brustkorb soll dann bei gestreckten Armen nach unten frei durchhängen. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Drehdehnlage: Am Rücken liegend, die Arme über den Kopf strecken, Bein anwinkeln und zur Seite legen. Der Brustkorb soll dann bei gestreckten Armen nach unten frei durchhängen. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Rollenlagerung: Am Rücken liegend die Arme über den Kopf strecken. Unter Gesäß und Schulterbereich Rollen legen. Der Brustkorb soll dann bei gestreckten Armen nach unten frei durchhängen. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Rückwärtsabhängen: Auf einem Bett am Rücken liegend die Arme über die Bettkante hinaus abhängen lassen. Der Brustkorb soll dann bei gestreckten Armen nach unten frei durchhängen. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Dehnstellung Hatha Yoga - Fisch: Beine, Gesäß und Unterarme liegen am Boden auf, der Brustkorb wird so weit wie möglich in die Höhe gestreckt. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Dehnstellung Hatha Yoga - Kobra: In Bauchlage werden Ober- und Unterarme abgewinkelt, Brustkorb und Kopf werden aufgerichtet. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Rutschbahn vorwärts: Vor einem niedrigen Schemel kniend werden die Unterarme und Hände flach aufgelegt. So weit zurückrutschen, bis der Oberkörper eine Waagrechte zum Boden bildet. Der Brustkorb soll dann bei gestreckten Armen nach unten frei durchhängen. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.
  • Rutschbahn rückwärts: Am Boden knien und mit dem Gesäß die Fersen berühren. Die Hände hinter dem Rücken auf den Boden legen und den Rücken leicht nach oben durchdrücken. Fünf bis 20 Minuten in dieser Stellung verharren. Auf die Leistungsgrenzen achten.

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