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Haltungsschulung

Vom Zürcher Neurologen und Psychiater Alois Brügger wurde in den 50er Jahren eine spezielle Therapie zur Behandlung von Funktionsstörungen des Bewegungsapparates entwickelt, die besonderen Wert auf die richtige Körperhaltung legt. Daraus haben sich Übungsprogramme zur Bewältigung von alltäglichen motorischen Anforderungen (Sitzen, Stehen, Gehen, Alltagsbewegungen) abgeleitet, mit denen alle Regionen des Körpers optimal belastet werden sollen.

Mit der Haltungsschulung soll Bewegungsstörungen, die durch schlechte Haltung entstehen können, vorgebeugt werden. Wichtig ist dabei, die Übungen in das alltägliche (Berufs)leben zu integrieren.
Die Idee, die hinter der Brüggerschen Haltungsschule liegt, basiert auf der Annahme, dass (Hals)wirbelsäule, Becken und Brustkorb gemeinsam wie drei ineinandergreifende Zahnräder wirken. Die optimale Haltung ist dann gegeben, wenn alle drei Zahnräder (Nacken, Brustkorb und Becken senkrecht übereinanderstehen). Durch die Bewegungsschulung kann nun chronische Fehlhaltungen, die zu Funktionsstörungen führen können, vorgebeugt werden.

Beispiele für richtiges Sitzen, Gehen

  • Aufrechte Haltung im Sitzen:Voraussetzung für eine optimale Sitzhaltung ist die Beckenkippung und die Brustkorbhebung. Die Beckenkämme sollen sich dabei den Oberschenkeln nähern und die Belastung auf den Sitzbeinhöckern am Gesäß liegen. Diese sollen sich aber nicht von der Unterlage heben. Schambein und Brustbeinspitze entfernen sich voneinander, das Brustbein wandert im Raum nach vorne oben. Das Kinn soll sich währenddessen der Halswirbelsäule nähern, der Nacken wird durch diesen Hinterhauptschub "lang gemacht"; die Schulterblätter sollen dabei weder zusammengeklemmt noch hochgezogen werden. Die Beine sind leicht auseinandergestellt. Damit kann das Becken leichter nach vorne geneigt werden, die Fußspitzen zeigen nach außen
  • Aufrechte Haltung im Stehen:Das Becken ist leicht gekippt, die Beckenkämme etwas dem Oberschenkel genähert, der Brustkorb ist wie beim Sitzen leicht gehoben, der Nacken gestreckt und die Schultern in mittlerer Position. Die Füße stehen unter den Hüftgelenken und die Fußspitzen sind leicht nach außen gedreht, die Kniegelenke locker gestreckt. Hüft- und Kniegelenke sollen nicht überstreckt werden.
  • Gehen in aufrechter Haltung:Die Füße sind leicht nach außen gedreht, das Abrollen geschieht leicht seitlich vom Mittelpunkt der Ferse über Klein- zum Großballenzehen.
  • Zu Beginn der Abrollphase sind die Füße leicht nach außen, am Ende leicht nach innen gedreht. Das Kniegelenk ist je nach Phase locker gestreckt oder in 60-Grad-Beugung. Das Becken ist wieder leicht nach vorne gekippt, der Brustkorb aufgerichtet, der Nacken gestreckt. Die Arme bewegen sich schwungvoll pendelnd (reaktiv) im Kreuzgang. Die Ellenbogengelenke sind dabei leicht gebeugt.


Bücktraining:

Die Beine stehen leicht gegrätscht, die Beinachsen sind dabei in sich gerade. Das Becken ist gekippt, der Brustkorb aufgerichtet, der Nacken gestreckt und die Schultergürtel in mittlerer Position, das heißt die Schulterblätter werden nur muskulär gehalten.
Bei der Bückbewegung werden Knie- und Hüftgelenk gebeugt und gleichzeitig der
Rumpf abgesenkt. Die Beckenkippung wird dabei beibehalten. Der Teilkörperschwerpunkt befindet sich über den Kniegelenken. Beim Anheben von Lasten verfährt man ebenso. Damit kann die Wirbelsäule entlastet und das Gewicht optimal auf alle Körperregionen verteilt werden.

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