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Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuss

Die Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuss ist durch die Kombination der Dorn’schen Methode und der Wirbelsäulenmassage nach Breuss entstanden. Dabei werden Fehlstellungen einzelner Wirbel der Wirbelsäule, des Beckens und des Kreuzbeins auf eine schonende Art in ihre ursprüngliche Lage geschoben. Die Methode nach Dorn-Breuss ist eine sanfte, wirksame, kooperative, risiko- und nebenwirkungsarme Therapie, welche auch die Eigenverantwortung und das Köperbewusstsein des Klienten schult. Einstudierte Selbsthilfeübungen sollen das therapeutische Ergebnis stabilisieren.

Ansatz
Die sanfte Wirbelsäulentherapie nach Dorn-Breuss besteht aus zwei Therapiemaßnahmen:

Dorn-Methode:
Diese Wirbelsäulentherapie ist eine Methode der Volksmedizin, welche von Dieter Dorn, einem Sägewerkbesitzer und Landwirt in Lautrach im Allgäu/Bayern zur Therapie entwickelt worden ist. Die Entstehungsgeschichte besagt, dass ihn einst ein heftiger Hexenschuss plagte, worauf er einen alten Bauer im Nachbarsdorf aufsuchte, der ihn mit einer einfachen Behandlung von seinen Schmerzen befreite. Verblüfft über die schnelle Wirksamkeit einer Behandlung, erlernte Dorn die Handgriffe des alten Bauern und fing an, sie selber im engeren Bekanntenkreis anzuwenden. Bald kamen bereits viele hilfesuchende Wirbelsäulenpatienten, um sich von Dorn behandeln zu lassen, sowie Therapeuten, um von ihm zu lernen. Die ersten Dorn-Therapeuten, Helmut Koch, Dr. Michael Graulich und Harald Fleig, setzten sich für die Weiterentwicklung und Verbreitung der Dorn-Methode ein.
Das Einrichten des Hüftgelenks und das Einstudieren entsprechender Selbsthilfeübungen mit dem Patienten bilden die Grundlage der Dorn-Methode. Auch andere Wirbelfehlstellungen können häufig mit dieser Methode erfolgreich behoben werden.

Breuss-Massage:
Die Breuss-Massage entstand unabhängig von der Dorn Methode und wurde in Vorarlberg von Rudolf Breuss entwickelt. Während eines Besuchs bei Rudolf Breuss erlernte Harald Fleig, damals bereits Praktiker der Dorn-Methode, die Wirbelsäulen-Massage. Seitdem werden die beiden Methoden zusammen eingesetzt und weitergegeben.
Breuss ging davon aus, dass es keine beschädigten Bandscheiben gibt, sondern dass Beschwerden auf eine leichte Verschiebung der Bandscheiben zurückzuführen ist. So kann es zu einer Störung der aus den Wirbellöchern austretenden Nervenpaare kommen, was neben Schmerzen auch eine mangelnde Funktion des entsprechenden Organs zur Folge haben kann. Das Gewebe und die Bandscheiben sollen durch die spezielle Massagetechnik und das einmassierte Johanniskrautöl gelockert, wieder elastisch und geschmeidig werden. Die Breuss-Massage kann vor oder nach einer Dorn-Behandlung, aber auch als eigenständige Therapiemethode angewendet werden. Sie eignet sich besonders gut bei Bandscheibenleiden und dient zur sanften Lockerung der Wirbelsäule, sowie des Kreuzbeins.

Behandlung
Die Dorn-Methode und die Massage nach Breuss müssen nicht miteinander kombiniert werden. Es empfiehlt sich jedoch, da sie einander ergänzen und zusammen angewandt, bessere Ergebnisse bringen können. Beide Behandlungen können auch in Verknüpfung mit anderen Therapiemethoden eingesetzt werden.
Bei der Behandlung wird kein Hilfsgerät eingesetzt, sondern ausschließlich mit den Händen gearbeitet. Es kommt zu keinen ruckartigen Bewegungen oder zu chemischen Eingriffen.
Bei der Dorn-Behandlung wird der Patient als erstes auf eine Verschiebung des Hüftgelenks untersucht und behandelt, da diese oft die eigentliche Ursache für Beckenschieflage, Beinlängenunterschied und Wirbelsäulenverformung ist. Anschließend erhält der Klient die Massage nach Breuss, welche etwa 20 bis 30 Minuten dauert und als Vorbereitung für die weitere Behandlung gilt. Danach wird die Wirbelsäule vom Kreuzbein bis zum Halswirbel auf Fehlstellungen geprüft und gegebenenfalls durch sanften Druck zurechtgerückt.
Im Unterschied zum chiropraktischen Eingriff, welcher die Fehlstellungen der Wirbel mit Kraft, schnellen Bewegungen und ohne Mitwirken des Klienten korrigiert, arbeitet die Dorn-Breuss-Methode mit sanftem Druck und Bewegung. Während der Patient Arm oder Bein pendelt, verbessert der Therapeut den Fehlstand, indem er mit dem Daumen an den Dornansätzen des jeweiligen Wirbels drückt. Die Pendelbewegung bewirkt eine Lockerung der Muskelspannung und ermöglicht ein Verschieben des Wirbels in die rechtmäßige Position ohne Verletzungsgefahr. Nach der Behandlung werden dem Klienten noch einige Selbsthilfeübungen beigebracht. Abschließend darf der Klient die Nachruhe genießen.
Die Schulung der Körperwahrnehmung und der Eigenverantwortung des Patienten bilden einen wichtigen Bestandteil der Therapie. Der Patient soll nicht in therapeutische Abhängigkeit geraten, sondern lernen sich selber zu behandeln. Die Anwendung dieser Methode erfordert keine großen anatomischen Kenntnisse, ist in fachgerechter Begleitung leicht erlernbar auch für Laien praktizierbar.
Da die Fehlstellungen der Wirbel oder Gelenke in den meisten Fällen bereits jahrelang existieren, ist die konsequente Mitarbeit des Klienten für einen langfristigen Therapieerfolg unerlässlich.
Die Dauer einer Therapieeinheit nach Dorn-Breuss kann zwischen einer und zwei Stunden schwanken. Ein Behandlungszyklus nimmt etwa zwei Monate in Anspruch.

Anwendungsgebiete
So gut wie alle Menschen haben zwei anatomisch gleich lange Beine. Es können dennoch oft Längenunterschiede bei den Beinen festgestellt werden. Dies und Fehlstellungen der Wirbelsäule sind meist auf eine schiefe Beckenlage zurückzuführen. Die Dorn-Breuss-Methode eignet sich bei Wirbelverschiebungen, Fehlstellungen von Hüfte, Knie- oder Sprunggelenken, bei Skoliosen und Beschwerden innerer Organe durch Spinalnerveneinklemmung. Dazu zählen Kopfschmerzen, Herzbeschwerden, sowie funktionelle Lungen- oder Magenbeschwerden.
Äußerst sinnvoll ist eine Dorn-Breuss-Behandlung bei Kindern und Jugendlichen mit Haltungsschäden, schiefer Hüfte oder ungleiche Beinlänge, weil Fehlstellungen in der Jugend noch leicht behebbar sind und so späteren chronischen Leiden vorgebeugt werden kann.

Wirkweise und Wirksamkeit
Bei der Dorn'schen Methode bearbeitet der Therapeut die einzelnen Wirbel während der Klient die entsprechenden Extremitäten wie ein Pendel schwingt. Durch diese Bewegung lässt die Muskelspannung nach und der Wirbel kann sanft zurechtgerückt werden.
Ein falsch positionierter Wirbel hat nicht nur Auswirkungen auf die körperliche Haltung. Es können auch Beschwerden der inneren Organe durch eine Wirbelfehlstellung hervorgerufen werden. Da der Informationsaustausch zwischen Gehirn und Organen über die Spinalnerven an der Wirbelsäule verläuft, kann dieser bei einer Wirbelblockade beeinträchtigt werden. Anweisungen vom Gehirn werden am jeweiligen Wirbel falsch weiter gegeben und es kommt zu funktionellen Störungen. Wenn der Wirbel nun wieder auf seinen rechten Platz verholfen wird, kann der Informationsfluss wieder frei fließen.
Eine Behandlung nach Dorn-Breuss bewirkt weiters eine Lockerung von Verspannungen und Flexibilisierung der Wirbelsäule.
Oft kann man bereits nach wenigen Behandlungen eine starke Besserung der Beschwerden und eine niedrige Rückfalltendenz vermerken. Auch bei starken Fehlhaltungen der Wirbelsäule hat sich die Dorn-Breuss-Methode als erfolgreich erwiesen, in solchen Fällen dauern die Behandlungszyklen allerdings etwas länger. Die konsequente Mitarbeit des Klienten ist ebenfalls ausschlaggebend für das Therapieergebnis.

Gefahren und Risiken
Bei Beschwerden, die mit Taubheitsgefühl oder Lähmungserscheinungen in den Beinen einhergehen, ist eine medizinische Abklärung der Ursachen angezeigt. Manche Bandscheibenprobleme müssen medizinisch behandelt werden.
Bei der Anwendung der Methode sind keinerlei Gefahren oder Risiken zu berücksichtigen.

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