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Welche Methoden setzen Physiotherapeuten ein?

Die wichtigste Methode der Physiotherapie ist ganz klar die Bewegungstherapie. Es geht um die Förderung von Durchblutung, Beweglichkeit, Koordination, Kraft und Ausdauer, die Anregung des Stoffwechsels und das Lindern von Schmerzen. Durch aktive und passive Bewegung können so Gelenke, Muskulatur und Bindegewebe und Nerven, die fundamentalen „Bewegungselemente“, trainiert werden. Gleichzeitig lernt der Patient, wie er Bewegungen körpergerecht durchführt. Durch zunehmende Intensität der Übungen werden auch Herz und Kreislauf trainiert. Die Bewegungstherapie wird bei Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Koordinationsstörungen, Lähmungen und gestörter Durchblutung eingesetzt.

Je nach Bedarf wendet der Therapeut unterschiedliche Methoden an: Die Therapie nach Vojta und Bobath sind gängige Behandlungsmethoden, die Physiotherapeuten bei Kindern anwenden. Vojta, das bedeutet zum Beispiel, dass Reize, etwa der Druck auf ganz bestimmte Punkte am Körper, Reflexmuster auslösen, wie sie in der normalen kindlichen  Bewegungsentwicklung von selbst auftreten würden, zum Beispiel das Heben des Beines beim Laufen. Gewissermaßen greift das Gehirn beim Wiedererlernen von Bewegungen auf frühere Muster zurück. Bobath ist eine Methode, bei der es um die Regulation der Muskelspannung geht. Ziel ist, Verspannungen zu lösen und schwache Muskulatur zu aktivieren. Außerdem werden normale (physiologische) harmonische Bewegungsabläufe gefördert. Auch Erwachsene mit Schädigungen des Gehirns werden mit der Bobath-Therapie versorgt.
Die manuelle Therapie umfasst therapeutische Techniken, die Gelenkbewegungen verbessern können. Allerdings bleiben „manipulative“, also die Gelenkstellung verändernde Handgriffe in manueller Medizin ausgebildeten Ärzten vorbehalten.

Im Sinne der ganzheitlichen Therapie sind ein medizinisches Aufbautraining an Geräten und die Atemtherapie nicht wegzudenken. Denn damit der Körper im Ganzen funktioniert, darf man ein Problem wie zum Beispiel Rückenschmerzen nicht isoliert sehen, sondern muss es im körperlichen Zusammenhang betrachten und behandeln. Zum Beispiel ist an der Lendenwirbelsäule auch das Zwerchfell, der Muskel für die Bauchatmung, befestigt. Die Bewegung der Lendenwirbelsäule und die Atmung hängen also eng miteinander zusammen und beeinflussen sich gegenseitig – im Guten wie im Schlechten. So kann eine Funktionsstörung auf der einen Seite die andere Seite beeinträchtigen, ebenso wie Verbesserungen einer Seite beiden zugute kommen können.

Von Massagen haben die meisten Patienten eine Vorstellung. Massagetechniken sind aus dem physiotherapeutischen Alltag nicht wegzudenken. Bei der klassischen Massage geht es um Muskelentspannung, Schmerzlinderung und die Durchblutungssteigerung. Manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Art der Massage, welche den Abtransport von Lymphflüssigkeit im Körper unterstützt. So kann man geschwollene Arme oder Beine „entstauen“ und wieder „schlank machen“.

Daneben wenden Therapeuten auch die Reflexzonentherapie an: Jede Körperregion und jedes Körperorgan hat seine „Reflexzone“ an der Fußsohle. Anders gesagt: Der Fuß spiegelt (reflektiert) in einzelnen Zonen die Körperregionen und -organe wider. Schmerzhafte Stellen werden “massiert”, wodurch zum Beispiel Kopfschmerzen oder Zahnschmerzen gelindert werden können.

Bei der Thermotherapie geht es um den Einsatz von Wärme und Kälte. In der Behandlung kann Wärme in Form von Fangopackungen und mittels Ultraschall Schmerzen dämpfen und den Stoffwechsel anregen. Ultraschall fördert durch seine Wellen die Durchblutung, den Stoffwechsel und entspannt die Muskulatur. Kälte, eingesetzt mit Hilfe von Eiskompressen oder Bädern, kann ebenfalls Schmerzen lindern. Zum Beispiel werden bei geschwollenen, überwärmten Gelenken die Gefäße verengt, Schwellung und Schmerzen verringert.

Wasser wird bei der so genannten Hydrotherapie eingesetzt. Sowohl warmes als auch kaltes Wasser wird verwendet, wobei das Wasser mit anderen Verfahren kombiniert werden kann, zum Beispiel mit der Stromtherapie (Stangerbad) oder der Massage (Unterwasser-Druckstrahl-Massage). Bekannt sind Güsse und Wassertreten nach Kneipp. Häufig wird auch das Bewegungsbad eingesetzt, da der Auftrieb, der Reibungswiderstand und die Temperatur des Wassers einen stimulierenden Effekt haben.

Die Elektrotherapie verwendet sogenannte Galvanische Ströme, Reizströme, Wechselströme und Interferenzströme. Diese unterschiedlichen Stromformen werden angewendet, um die Muskulatur wieder zu stärken oder zu entspannen, Schmerzen zu lindern und Schwellungen (Ödeme) zu minimieren. 

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